Zu 100 % recyclingfähige Verpackungen bis 2030 für P&G

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Nachhaltigkeit verändert die Praktiken der Zukunft

Procter & Gamble strebt bis 2030 zu 100 % recyclingfähige Verpackungen an

Ein multinationaler Konzern hat es sich zur Mission gemacht, dass wir mehr recyceln – und besser.

„Uns treibt die Frage um: ‚Wie können wir im Leben der Verbraucher wirklich dort etwas bewegen, wo es am wichtigsten ist?‘“, sagt Gian De Belder, Principal Scientist bei Procter & Gamble (P&G).

Recycling spart pro Jahr über 700 Millionen Tonnen CO2-Emissionen ein und ist ein Bereich, von dem P&G glaubt, dass Innovationen bei Verpackungen wirklich etwas bewegen können. Als Teil der Nachhaltigkeitsziele mit dem Namen „Ambition 2030“ strebt der multinationale Konzern an, alle Verpackungen zu 100 % recyclingfähig oder wiederverwertbar zu gestalten und die Nutzung von Plastik aus reinem Erdöl um die Hälfte zu reduzieren – alles bis zum Jahr 2030.

Eine solche Veränderung ist nicht einfach: Verpackungen müssen vor allem funktional sein. „Bei jedem Verpackungsdesign möchten wir so wenig Material wie möglich verwenden“, so De Belder. „Aber dennoch müssen wir dafür sorgen, dass die Verpackung für ihren Zweck geeignet ist und auf den Kunden ansprechend wirkt.“

Wenn P&G diese Anforderungen im Gleichgewicht halten kann, werden die Verbraucher es belohnen. Eine neue Untersuchung, die von Longitude im Auftrag von Smurfit Kappa durchgeführt wurde, zeigt die Kehrseite: 45 % der Verbraucher in Großbritannien haben in den letzten sechs Monaten eine Marke aufgrund einer nicht nachhaltigen Verpackung abgelehnt.

Clevere Verpackung, intelligentes Recycling

Für viele Menschen ist Nachhaltigkeit bereits eine Entscheidungsgrundlage und da der Druck für verantwortungsbewussten Konsum zunimmt, wird diese Zahl weiter steigen. Aber den Verbrauchern fehlen die nötigen Informationen: nicht nur darüber, welche Verpackung die richtige Wahl ist, sondern auch darüber, was sie am Ende damit machen sollen.

Da Designinnovation, Sammlung, Bildung und Trennung allesamt Kernpunkte der „Ambition 2030“-Agenda von P&G sind, arbeitet das Unternehmen daran, seine Kunden in Richtung von mehr und effizienterem Recycling zu bewegen.

Das Ziel ist letztendlich, sicherzustellen, dass recycelte Waren richtig sortiert werden, damit Plastik mit einer deutlich höheren Wiederverwertungsqualität zurück in die Kreislaufwirtschaft gelangt. Dabei könnte die Initiative ‚HolyGrail‘, die noch dieses Jahr bei bekannten P&G-Marken wie Lenor und Fairy eingeführt werden soll, eine entscheidende Rolle spielen. Verpackungen werden mit digitalen Wasserzeichen versehen, einem sog. ‚Digimarc‘-Barcode, der Verpackungen in ‚intelligente Objekte‘ verwandelt.

„Verbraucher können dann die Verpackung einfach mit ihrem Smartphone scannen und bekommen sofort alle Informationen, die sie brauchen, um die Verpackung richtig zu recyceln“, sagt De Belder. „Mit ‚HolyGrail‘ beginnt eine völlig neue Ära in Bezug auf die Abfallsortierung.“

Wenn man den Verbraucher auf diese Art und Weise über das Recycling informiert, verändert man die Sichtweise von Schuldzuweisungen hin zu Befähigung, Bildung und Handeln, erklärt er: „Diese Technologie bringt positive Nachrichten für die Verpackung, nachdem Plastik über Jahre verpönt war.“

Dank solcher Innovationen werden Dinge, die in der Recyclingbranche bislang als unmöglich galten, plötzlich zur Realität: das Unterscheiden zwischen Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelverpackungen, das Auffinden von undurchsichtigen und schwer recyclingfähigen Verpackungen und die Identifizierung von mehrschichtigen Verpackungen.

Innovation als gemeinsames Projekt

Neben der Bildung zu Recycling und Verpackungsinnovationen ist ein weiteres Ziel von P&G das Schaffen von Mehrwert durch Nachhaltigkeit. Dafür ist eine lieferkettenübergreifende Zusammenarbeit entscheidend.

In der nächsten Phase des ‚HolyGrail‘-Projekts möchte P&G ein ‚Megakonsortium‘ der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette schaffen, das universelle Markierungen und Wasserzeichen für ein besseres Recycling und mehr Kreislaufwirtschaft unterstützt. Bereits jetzt interessieren sich 160 Parteien für ‚HolyGrail 2.0‘ und P&G hofft, indem man alle an einen Tisch bringt, die eigenen Innovationen skalieren und eine kritische Masse schaffen zu können.

Die Anfänge sind vielversprechend. „Die gute Nachricht ist, dass man an diese Technologie glaubt“, sagt De Belder. „Wir erkennen großes Interesse für einen Ansatz der kompletten Wertschöpfungskette: Verpackungshersteller, Markeneinzelhändler, Sortierzentren, Abfallverarbeiter, Regierungen, die EU-Kommission – alle wollen dabei sein.“

Das Ziel? Die Unterstützung durch die Regierungen in Form eines Bonussystems für die erweiterte Herstellerverantwortung, um dann etwas anzustreben, was De Belder als „Anreiz für Unternehmen, sich zu bewegen“ bezeichnet, also die eigenen Nachhaltigkeitspraktiken voranzutreiben.

„Wenn wir das schaffen, wird die Implementierung von nachhaltigen Wasserzeichen für die Unternehmen kostenneutral werden“, sagt er abschließend. „Das ist definitiv die Zukunft.“

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