Wie Nestlé bis 2025 alle Verpackungen nachhaltig gestalten will | Smurfit Kappa

Wie können wir Ihnen helfen?

Nachhaltigkeit verändert die Praktiken der Zukunft

Wie Nestlé bis 2025 alle Verpackungen nachhaltig gestalten will

Véronique Cremades-Mathis, Global Head of Sustainable Packaging bei Nestlé, spricht über das Nachhaltigkeitsszenario und die neuen Beziehungen, die Unternehmen zu allen Stakeholdern aufbauen müssen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Nestlé?

Wir verwandeln Zutaten aus der Landwirtschaft in Verbraucherprodukte. Deshalb war die Nachhaltigkeit schon immer ein Teil dessen, wie wir Lebensmittel- und Getränkeprodukte gestalten, wie wir Geschäfte machen – sie ist Teil unserer DNA.

Mit der zunehmenden Bedeutung der Umweltherausforderungen rückt die Nachhaltigkeit aber natürlich auch für uns noch mehr in den Fokus. Wir müssen sichtbarer werden und deutlicher ausdrücken, woran wir glauben und wie wir unsere Verpflichtungen erfüllen. Nestlé hat sich dem Prinzip der gemeinsamen Wertschöpfung verschrieben: Wir arbeiten mit und für die Gemeinschaften, so verstehen wir unsere Rolle.

Wie sieht der Nachhaltigkeitsansatz in der Praxis aus?

Es kommt darauf an, unsere Arbeit mit dem Unternehmenszweck zu verbinden. Was die Einzelperson und Familien betrifft, unterstützen wir Ernährung und ein gesundes Leben mit Programmen vor Ort, die Verbraucher durch Wissen stärken.

Was die Beschaffung von Material angeht, setzen wir auf Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der vorgelagerten Lieferkette. Uns ist bewusst, dass wir die Ressourcen für die nächste Generation bewahren müssen, beispielsweise, indem wir das Wasser in unseren Fabriken nachhaltig verwenden.

Dann gibt es noch den Aspekt der Verpackung, wo wir auf einem guten Weg sind, damit bis 2025 all unsere Verpackungen zu 100 % recyclingfähig oder wiederverwertbar sind. Das bedeutet, 5.000 Produktionslinien in über 400 Fabriken und über alle unsere Marken hinweg müssen angepasst werden.

Wir sind uns auch unserer Verantwortung bewusst, dass wir Verbraucher bei besseren Entscheidungen unterstützen müssen – und dabei, über ihren Konsum anders nachzudenken. Ob es darum geht, den Verbrauchern beizubringen, wie sie Lebensmittel aus Spendern in ihre eigenen Behälter füllen anstatt diese verpackt zu kaufen, oder darum, wie sie in ihrer Gemeinschaft die Verpackungen richtig entsorgen: Es gibt viele Wege, den Verbrauchern zu vermitteln, dass auch sie einen Beitrag leisten müssen.

Wie rechtfertigen Sie diese Arbeit intern? Muss es immer ein Szenario sein?

Diese Frage lässt sich auf zwei Arten beantworten. Zunächst einmal muss man erkennen, dass Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert im Marketingmix nicht mehr optional ist. Wenn man kein Engagement für Nachhaltigkeit zeigt, ob beim Behälter oder beim Inhalt, wird man nicht gewählt. Sie ist unsere Betriebserlaubnis.

Die zweite Perspektive ist die Kapitalrendite. In der Realität sind wir sehr stark von den Rohstoffkosten abhängig, aber sehr daran gewöhnt, steigende Kosten in unserem Geschäft zu mindern. Eine Veränderung bei Verpackungen ist ein weiteres Beispiel für eine solche Minderung.

Wenn wir negative Auswirkungen mindern, schaffen wir gleichzeitig Mehrwert für Verbraucher. Das bedeutet nicht, dass wir die Preise erhöhen. Vielmehr schaffen wir Mehrwert für den Verbraucher, indem wir eine Brücke von der Art unserer Materialbeschaffung zur Erfüllung des Verbraucherbedarfs bauen, also zu einer verantwortungsvollen Entsorgung und zum Recycling.

Wie können Sie diese Rentabilität und die Nachhaltigkeit ganz allgemein messen?

Wir sagen, was gemessen wird, wird getan. Deshalb haben wir für alle unsere Verpflichtungen Leistungsindikatoren und einen Plan, wie wir diese erfüllen. Zudem haben wir ein Erfassungssystem, das dafür sorgt, dass wir diese wirklich umsetzen.

Unsere Berichterstattung konzentriert sich auf die gemeinsamen Werte. Wir sammeln viele Daten darüber, was wir sagen, was wir tun und wo wir stehen, und wenden diese Kriterien auf jede neue Veränderung an – wie z. B. auf unseren aktuellen Fokus auf Verpackungen. Wenn wir also sagen, das schaffen wir 2025, haben wir erarbeitet, was nötig ist, um dies zu erreichen, und verstanden, welche Ressourcen wir für dieses Versprechen einsetzen müssen.

Was halten die Aktionäre von Ihrem Fokus auf Nachhaltigkeit?

Wenn die Diskussion über Nachhaltigkeit zu einer Art Weggabelung führen würde, die ein Unternehmen zum Entgleisen bringen könnte, wäre die Situation sicherlich schwierig. Aber wir sehen keinen Widerspruch darin, richtig und nachhaltig zu handeln und zugleich die Erwartungen unserer Aktionäre zu erfüllen.

Tatsächlich war dies schon immer der Weg von Nestlé. Wir haben einen Großteil unseres Nachhaltigkeitsprogramms bereits aufgebaut, bevor es zu einem heißen Thema wurde. Die Investoren steigen immer mehr in die Thematik der Nachhaltigkeit ein und berücksichtigen sie, wenn es darum geht, was unter dem Strich herauskommen soll. Wir können sagen: ‚Das machen wir schon seit Jahren‘, und es fühlt sich gut an, darüber zu reden. Wir hoffen, es schlägt sich in den Renditen für unsere Aktionäre nieder.

DEN KOMPLETTEN BERICHT HIER LESEN

Kostenloser Untersuchungsbericht

Smurfit Kappa hat zusammen mit der Financial Times eine Untersuchung durchgeführt, um einige der dringendsten Fragen zum Thema Nachhaltigkeit zu beantworten. Erfahren Sie, wie Nachhaltigkeitseffekte dazu führen, dass sich Unternehmen verbessern, und ergründen Sie neue Must-haves für Unternehmen.

JETZT IHR PERSÖNLICHES EXEMPLAR ERHALTEN

 

Sustainability Survey